Was über Wildunfälle bekannt ist.
Hier stehen öffentlich zugängliche Zahlen von Versicherern, Statistischem Bundesamt und Deutschem Jagdverband. Eigene Auswertungen ergänzen wir, sobald genügend Meldungen vorliegen.
Wildunfälle in Deutschland.
Wildunfälle mit Schaden an kaskoversicherten Fahrzeugen im Jahr 2024.
Quelle: GDV
Schaden für die Kfz-Versicherer 2024, im Schnitt 4.150 € je Unfall.
Quelle: GDV
Unfälle mit verletzten oder getöteten Menschen, Ursache „Wild auf der Fahrbahn“, im Jahr 2025.
Quelle: Statistisches Bundesamt
Rund 222.000 Stück Schalenwild in einem Jagdjahr.
Fallwild sind Tiere, die nicht durch die Jagd zu Tode kommen, sondern überwiegend im Straßenverkehr. Die Länder erfassen die Zahlen über die Jägerschaft. Ein Teil ist hochgerechnet.
| Wildart | Deutschland | Niedersachsen |
|---|---|---|
| Rehwild | 200.970 | 23.000 |
| Schwarzwild | 13.210 | 1.080 |
| Damwild | 5.480 | 1.130 |
| Rotwild | 2.470 | 110 |
| Gesamt | 222.130 | 25.320 |
Jagdjahr 2024/25. Quelle: Deutscher Jagdverband, Handbuch 2026
Jede Statistik sieht nur einen Ausschnitt.
Eine vollständige, bundesweit einheitliche Erfassung von Wildunfällen gibt es nicht. Der Deutsche Jagdverband schätzt die Dunkelziffer auf das Fünffache der bekannten Unfälle mit Reh, Hirsch und Wildschwein.
Versicherer
Zählen nur Schäden, die über eine Kaskoversicherung reguliert werden.
Polizei
Die amtliche Statistik weist Wildunfälle nur als Ursache bei Unfällen mit Personenschaden aus.
Jägerschaft
Die Fallwild-Statistik erfasst vor allem Schalenwild. Kleinere Arten fehlen weitgehend.
Nicht gemeldet
Unfälle ohne Versicherungsfall, ohne Polizei und ohne Jäger tauchen nirgends auf.
Welche Tiere betroffen sind.
Im Tierfund-Kataster des Deutschen Jagdverbands melden Jäger und andere Verkehrsteilnehmer Wildunfälle mit genauem Standort, seit 2016 bundesweit. Die Meldungen sind freiwillig, zeigen aber, welche Arten betroffen sind.
Mitmachen kann jeder, über die kostenlose App oder die Internetseite.
Quelle: Deutscher Jagdverband, Broschüre Tierfund-Kataster 2025
Wann ist besondere Vorsicht geboten?
Grobe Einordnung nach bekannten Mustern: Laut Deutschem Jagdverband sterben die meisten Wildtiere im April und Mai auf deutschen Straßen, in der Dämmerung ist Wild besonders aktiv. Keine Vorhersage für einzelne Strecken.
Woher die Zahlen stammen.
Eigene Daten aus Wildunfall.de veröffentlichen wir erst, wenn sie aussagekräftig sind.
- GDV, Wildunfälle und Kfz-Versicherung, Meldung vom 7. April 2026, Zahlen für 2024
- Statistisches Bundesamt, Unfallursachen bei Unfällen mit Personenschaden, Ursache „Wild auf der Fahrbahn“
- Deutscher Jagdverband, Wildunfall-Statistik 2024/25, Infografik nach DJV-Handbuch 2026
- Deutscher Jagdverband, Broschüre Tierfund-Kataster, Ausgabe 2025
- Tierfund-Kataster, Meldungen und Auswertungen
